SoR – SmC

Am 09.11.21 finden wieder eine Vielzahl von Mahnwachen in Leipzig statt, um den Opfern des NS- Diktatur zu gedenken.

Wir werden an diesem Tag selber aktiv, indem wir den Stolperstein in Gedenken an den Widerstandskämepfer Georg Schumann putzen, Biographien von verhafteten und deportierten Menschen vortragen und dadurch Erinnerungen erwecken und wach halten.

Vitali, Paul und Lea-Sophie der SoR/SmC- Gruppe haben für uns Informationen zusammen getragen.

Stolpersteine

„Das nachbarschaftliche Zusammenleben war bis 1933 nahezu intakt, aber auf einmal war die Nachbarwohnung leer, waren die Nachbarn weg,

Möbel und Einrichtungsgegenstände wurden abgeholt und niemand will etwas gewusst haben?

Dieses Unbegreifbare ist für den Aktionskünstler Gunter Demnig seit vielen Jahren der Antrieb für die sehr individuelle Form des Gedenkens in unserem Alltag.

STOLPERSTEINE wollen die Schicksale von Juden, Sinti und Roma, politisch und konfessionell Verfolgten, Homosexuellen, Euthanasieopfern wach halten. Es werden die ehemaligen Adressen von verfolgten und ermordeten Menschen recherchiert. In den Gehwegen vor deren Wohnhäuser werden die Stolpersteine ebenerdig eingesetzt.

Das Projekt wird in Leipzig von einer Arbeitsgruppe realisiert.

Dazu gehören: Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V., Ev.-Luth. Kirchenbezirk Leipzig, Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig, Ephraim-Carlebach-Stiftung, Referat Internationale Zusammenarbeit Stadt Leipzig, Bürgerkomitee Leipzig e.V., Erich-Zeigner-Haus-e.V. und die Historikerin Dr. Andrea Lorz.

Es gibt 583 Stolpersteine in Leipzig an 210 Orten. Seit dem 03.11.2021 wurden 31 weitere Steine für Opfer der NS-Diktatur verlegt.“ (aufgerufen am 04.11.21, http://www.stolpersteine-leipzig.de/)

Quellen:

http://www.stolpersteine-leipzig.de/

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stolpersteine_in_Leipzig

Das Novemberpogrom 1938


Die Nacht vom 9. zum 10. November 1938, ist die sogenannte Reichskristallnacht. Sie war bis
dahin der Höhepunkt des staatlichen Antisemitismus des deutschen Reiches, seit der
Machtübernahme der Nationalsozialisten in 1933.
Doch wieso wird sie so genannt? Und was ist in dieser Nacht vorgefallen?
Die Namensidee entspringt aus den jüdischen Schaufensterscheiben die zerstört wurden,
und der gewaltsamen Ausschreitung gegenüber der jüdischen Bevölkerung.
Denn die jüdischen Synagogen wurden von der Sturmabteilung (SA) und der Schutzstaffel
(SS) auf Anweisung aus München verbrannt. Dort hatte sich nämlich die Führung der NSDAP
zum Gedenken an den 15. Jahrestag des Hitler-Putsches versammelt und das Pogrom
angeordnet.
In der tragischen Nacht wurden laut der „offiziellen“ Bilanz, 91 Tote, 267 zerstörte Gottesund
Gemeindehäuser und auch 7.500 verwüstete Geschäfte gemeldet. An den Folgen
starben jedoch mehr als 1.300 Menschen, wobei auch 1.400 aller Synagogen und
Gebetshäuser in Deutschland und Österreich stark beschädigt oder ganz zerstört wurden,
welche mehr als die Hälfte darstellten.
Die Feuerwehr wurde zwar informiert, jedoch absichtlich zu spät. Sie hat auch lediglich das
Feuer vor der Ausbreitung auf naheliegende Gebäude verhindert.
Die Nationalsozialisten taten dies unter dem Vorwand einer Reaktion, auf den Akt eines
„Volkszorns“, da der Legationssekretär Ernst vom Rath, durch den 17-jährigen Herschel
Grynszpan ermordet wurde, der auf die Abschiebung von 17.000 Juden aufmerksam machen
wollte, darunter auch Grynszpans Eltern.
Das ganze Pogrom wurde laut der NSDAP als „berechtigte und verständliche Empörung des
deutschen Volkes“ deklariert. So wurden am 10. November mehr als 30.000 Juden in
Konzentration Lager verschleppt.
Die Zunehmende Entrechtung, Enteignung und auch Zwangsarisierung sollte die Juden zur
Auswanderung zwingen. Nach dem öffentlichen Pogrom begann die stille Eliminierung der
Juden.
Quellen:
https://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/ausgrenzung-und-verfolgung/
novemberpogrom-1938.html

https://www.lpb-bw.de/publikationen/pogrom/pogrom10.htm

In Gedenken an den Widerstandskämpfer und Kommunist Georg Schumann

wurde am 28.11.1886 in Leipzig geboren.                                        

Der gelernte Werkzeugmacher trat 1905 der SPD bei. Er leitete bis 1912 den Landesverband der thüringischen Arbeiterjugend. „Im Jahr 1914 kam er zur Leipziger Volkszeitung und wurde deren Lokalredakteur. Nach dem Krieg gehörte er zu den Gründern der KPD in Leipzig. Für die sie war er von 1921 bis 1924 preußischer Landtagsabgeordneter, in den Jahren 1930 bis 1933 Reichstagsabgeordneter. Georg Schumann engagierte sich dabei besonders in der kommunistischen Erwerbslosenbewegung.

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten musste er in die Illegalität und ging nach Breslau. Hier verurteilten ihn die Nazis zu 3 Jahren Zuchthaus. Anschließend wurde er bis zum Frühjahr 1939 im KZ Sachsenhausen gefangen gehalten.

Gemeinsam mit Otto Engert und Kurt Kresse organisierte Georg Schumann ab 1941 eine Widerstandsgruppe. Ihr überlieferter Name „Schumann-Engert-Kresse-Gruppe“ stammt von den NS-Behörden. Sie selbst verstanden sich als das „Nationalkomitee Freies Deutschland Leipzig“. Schumann galt als der führende Kopf der illegalen KPD in Sachsen. Im Sommer 1944 wurde die Gruppe verhaftet und am 23.11.1944 zum Tode verurteilt.

Georg Schumann (58 Jahre) wurde am 11.01.1945 in Dresden ermordet.“ (aufgerufen am 05.11.2021; Petra Weißfuß: https://stolpersteine-guide.de/map/biografie/1923/schumann-georg)

Quelle:

https://stolpersteine-guide.de/map/biografie/1923/schumann-georg

Bild:

https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/georg-schumann/?no_cache=1

„Wir holen uns zurück, was irgendwann auf der Strecke blieb.“ (Seeed)

Am 16.07.21 bekommen wir den Titel „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“ verliehen.

Mit der Titelverleihung kommt frischer Wind in die etwas verstaubten Segel.

Es sind im Juni und Juli verschiedene Aktionen geplant, um ins Gespräch zu kommen, kreativ und aktiv zu werden.

Denn unsere Schule ist bunt und wir sind alle Teil!

Daher freuen wir uns über eure Mitarbeit und eure Beiträge.

10.06.2021 + 11.06.2021: Erstellen von Plakaten und Transparenten mit euren Wünschen und Forderungen zum Thema: „Wie wollen wir unser Zusammenleben in der Schule gestalten? Was ist uns dabei besonders wichtig?“

15.06.2021 + 22.06.2021, 13 Uhr, Raum 115: Gesprächsrunde und Erfahrungsaustausch zum Thema „Mobbing“

17.06.202, 13 Uhr: Wir färben eine Regenbogenfahne.

bis 26.06.2021: Reicht eure Fotos aus eurer Heimat und einen kleinen Text dazu ein. Mit den Fotos und euren Texten werden wir eine kleine Fotoausstellung machen.

12.07.2021 – 23.07.2021, Raum 114: Ausstellung: Strafraum Sachsen 2.0 – Fußball zwischen Ressentiment und Integration